08. Dezember 2025

Wildunfall: Wo Hirsch und Co. die Straße queren - Olaf Sendel im Gespräch mit Frau Rueff von der HUK-COBURG-Versicherung

Gerade in der dunkleren Jahreszeit steigt die Gefahr von Wildunfällen auf unseren Straßen. Rehe, Hirsche oder Wildschweine queren häufig unvermittelt die Fahrbahn – mit teils schwerwiegenden Folgen. Über die richtige Reaktion und den passenden Versicherungsschutz sprach Olaf Sendel am 15. Oktober mit Frau Virginie Rueff, Geschäftsstellenleiterin der HUK-Coburg Versicherung, unserem langjährigen Partner.


Angepasste Geschwindigkeit rettet Leben

„Unsere Statistiken zeigen deutlich, dass Wildunfälle besonders häufig an Wald- und Feldrändern passieren“, erläutert Frau Rueff. „Viele ließen sich vermeiden, wenn Autofahrer ihre Geschwindigkeit der Umgebung und den Sichtverhältnissen anpassen würden.“
Besonders in der Dämmerung, wenn Wildtiere vermehrt aktiv sind, steigt das Risiko erheblich. Wer vorausschauend fährt, die Straßenränder im Blick behält und jederzeit bremsbereit ist, kann gefährliche Situationen häufig entschärfen. Wichtig: taucht Wild auf, sofort abblenden und hupen. Denn Wildtiere treten selten allein auf – oft folgt das Rudel.


Richtiges Verhalten im Ernstfall

Kommt es trotz Vorsicht zu einem Zusammenstoß, gilt es, Ruhe zu bewahren und richtig zu handeln: Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anziehen, die Unfallstelle mit Warndreieck sichern und umgehend die Polizei verständigen. „In den meisten Bundesländern ist der Polizeiruf ohnehin verpflichtend“, betont Frau Rueff. Die Beamten informieren anschließend den zuständigen Jagdpächter und stellen eine Bescheinigung über den Wildunfall aus – diese ist für die Schadensregulierung wichtig. Denn ab einem Schaden von über 1.000 Euro – und das ist laut HUK-COBURG eher die Regel als die Ausnahme – verlangt der Versicherer diesen Nachweis. Der durchschnittliche Wildschaden liegt derzeit bei rund 3.600 Euro.


Welche Versicherung zahlt bei Wildunfällen?

Rund 250.000 Wildunfälle ereignen sich laut der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg jährlich in Deutschland. Zuständig für die Regulierung ist in der Regel die Teilkasko-Versicherung, die Schäden durch den Zusammenstoß mit Haarwild abdeckt. Wer eine Vollkasko-Versicherung besitzt, ist ggf. ebenfalls abgesichert – ohne dass sich der Schaden auf den Schadenfreiheitsrabatt auswirkt. Auch wenn kein direkter Zusammenstoß erfolgt, sondern der Fahrer etwa ausweicht, um eine Kollision zu vermeiden, wird geprüft ob der Versicherungsschutz greift – vorausgesetzt, der Fahrer kann den Vorfall glaubhaft nachweisen, idealerweise mit einem Zeugen. Für kleinere Tiere wie Hasen gilt: Nur die Vollkasko deckt Schäden durch solche Ausweichmanöver ab.

Sicherheit vor Schadensregulierung

„Natürlich sind wir als Versicherung dafür da, im Schadensfall zu helfen“, so Rueff. „Aber unser wichtigstes Ziel ist, dass alle gesund ankommen – denn Gesundheit ist unbezahlbar.“

30 Euro Extra-Bonus für Gewerkschaftsmitglieder der DPolG

Ein besonderer Vorteil für Mitglieder der DPolG und anderer dbb-Fachgewerkschaften: Beim Abschluss einer Pkw-Versicherung bei der HUK-COBURG erhalten Gewerkschaftsmitglieder, deren Ehe- oder Lebenspartner sowie mit ihnen im Haushalt lebende Kinder einen Bonus von 30 Euro – je 15 Euro im Beginnjahr und im Folgejahr.

Mehr Informationen unter: http://www.huk.de/neukundenbonus