12. Oktober 2020

Einkommensrunde 2020 Bund und Kommunen:

Angleichung Arbeitszeit Ost an West – jetzt!

Am 03. Oktober 2020 haben Beschäftigte des öffentlichen Dienstes von Sachsen-Anhalt mit einer Kundgebung vor dem Gebäude des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Sachsen-Anhalt in Halle (Saale) auf die Verschleppung der Tarifverhandlungen durch die Arbeitgeber reagiert.

„Es ist traurig, dass die Arbeitgeber immer noch an dem alten Ritual festhalten, nach mehreren Verhandlungsrunden kein konkretes Angebot vorzulegen.“ sagte dbb Landeschef Wolfgang Ladebeck.
Kein Angebot zu machen sei einfach Arbeitsverweigerung der Verhandlungsführer auf der Arbeitgeberseite. „Das ist pure Ignoranz gegenüber dem offensichtlichen Handlungsbedarf und gegenüber unserer täglich zu absolvierenden Arbeit. Das lassen wir uns nicht weiter bieten“, betonte Ladebeck weiter. Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst sorgen täglich für das Funktionieren des Gemeinwesens, für das Funktionieren des Staates. Da wäre es nur gerecht, wenn die Beschäftigten endlich angemessen an der wirtschaftlichen Entwicklung beteiligt werden. Sie wollen keine Almosen, sie wollen auch keinen Ausgleich der Inflationsrate, sondern eine Wertschätzung ihrer Arbeit. Denn sie sorgen tagtäglich rund um die Uhr dafür, dass der öffentliche Dienst in Deutschland funktioniert.

Ein Lohn Plus von 4,8 Prozent, höhere Entgelte für Azubis und die Angleichung der Arbeitszeit Ost an West sind keine überzogenen Forderungen, sondern mehr als gerecht für die geleistete Arbeit.

Die geforderte Angleichung der Arbeitszeit Ost an West ist längst überfällig: „Nach 30 Jahren Deutscher Einheit wollen wir endlich ein klares Signal für mehr Gerechtigkeit auch bei den Unterschieden in der Arbeitszeit“, so Ladebeck abschließend.

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